02.07.2018 Montag  Sechs Lebensrettungen zum Ferienanfang

Mehrere Lebensrettungen an Bremer Badeseen. Einsatztaucher in der ersten Ferienwoche gleich zweimal alarmiert. Knapp 1.000 Stunden ehrenamtliche Wasserrettung in Bremen. Beachtung der Baderegeln hätte Unfälle verhindern können. Über den Ferienbeginn haben die ehrenamtlichen DLRG-Helfer wieder die Wachen an den Bremer Badeseen besetzt. Insgesamt wurden knapp 1.000 Stunden ehrenamtlich in der Wasserrettung geleistet. Zu über 15 Einsätzen rückten die Lebensretter aus. Allein in sechs Fällen wurden Badegäste vor dem Ertrinken gerettet. Die Baderegeln wurden in diesen Fällen nicht beachtet.

Betrunkener 52-Jähriger schafft es nur mit Hilfe ans sichere Ufer

Am Samstagnachmittag wurden die Wasserretter am Stadtwaldsee auf rufende Badegäste im aufmerksam, die eine Person über Wasser hielten. Vor Ort eingetroffen haben die DLRG-Rettungsschwimmer gemeinsam mit den Badegästen einen alkoholisierten Schwimmer an Land geschleppt. Der 52 Jahre alte Mann war nach dem Genuss einer Vielzahl von alkoholischen Getränken nicht mehr in der Lage sich über Wasser zu halten. Aufgrund der starken Alkoholisierung und des verschluckten Wassers in Kombination mit einer Vielzahl von Vorerkrankungen wurde der Verunfallte dem nachgeforderten Rettungsdienst übergeben und in ein Bremer Krankenhaus gebracht.

Abbruchkante lebensgefährlich

Am ersten Feriensonntag gegen 17:00 Uhr fiel der DLRG-Wachbesatzung am Sodenmattsee eine männliche Person zwischen dem Badestrand und der Badeplattform (Höhe Abbruchkante) auf. Der Mann hatte massive Probleme sich über Wasser zu halten, ging mehrmals unter. Ein DLRG-Rettungsschwimmer begab sich sofort zur Person und brachte diese sicher an den Strand. Nach eingeleiteten Erstmaßnahmen an der Rettungswache wurde die Person dem zwischenzeitlich nachgeforderten Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Behandlung in ein Bremer Krankenhaus gebracht. Der Badegast, welcher schlecht bis gar nicht Schwimmen konnte, wurde offenbar von der Abbruchkante und dem plötzlich sehr tiefen Wasser überrascht.

Nichtschwimmer überschätzen sich

Ebenfalls am Sodenmattsee wollten am Samstag drei Kinder (7 Jahre, 10 Jahre und 11 Jahre alt) zur Badeplattform schwimmen. Die beiden Jüngeren konnten überhaupt nicht schwimmen und nur das jüngste Kind trug Schwimmflügel. Der 10 Jahre alte Junge drohte zu ertrinken, hat sich an den beiden anderen Kindern panisch festgehalten und sie dabei immer wieder untergetaucht. Daraufhin wollte der Vater seinen Kindern helfen. Da dieser aber ebenfalls nicht Nichtschwimmer war, haben es die vier nicht aus eigener Kraft in den flachen Bereich des Sees geschafft. Die vier Personen konnten durch DLRG-Retter im schwimmerischen Einsatz gerettet werden. Sie wurden an der Rettungsstation erstversorgt und dann an den Rettungsdienst übergeben.

Taucheinsatz an der Schlachte und am Stadtwaldsee

Passanten beobachteten an der Schlachte aufsteigende Luftblasen. Aufgrund des Rhythmus der aufsteigenden Luftblasen bestand der Verdacht, dass sich dort ein Taucher befinden könnte.Durch die Leitstelle wurde eine Vielzahl von Rettungskräften entsandt. Die beim Red-Bull-Flugtag eingesetzten DLRG-Einsatztaucher konnten auf Rettungsbooten direkt zur Einsatzstelle verlegen. Durch einen Einsatztaucher wurde die Ursache der Luftblasen nach ca. 20minütiger Tauchzeit ausgemacht. Die Quelle war ein Rohr, das unter Wasser in die Weser führt. Warum aus diesem Rohr Luft austrat konnte nicht geklärt werden. Ähnlich wurden die Einsatztaucher bereits am vergangenen Montagabend an den Stadtwaldsee alarmiert. Kleidungsstücke und ein angetriebenes Surfbrett ließen dort Schlimmes vermuten. DLRG-Tauchgruppen aus Bremen-Nord und Woltmershausen begannen mit der Feuerwehr und Polizei eine sofortige Suche im Uferbereich des FKK-Strandes. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Die anfängliche Vermutung eines vermissten Surfers bestätigte sich letztlich nicht.

DLRG-Wasserretter engagieren sich ehrenamtlich

Die DLRG-Lebensretter engagieren sich in der Wasserrettung in Bremen und Bremerhaven ausschließlich ehrenamtlich. Unterstützung wird jederzeit gesucht.

Kategorie(n)
Einsatz, Start

Von: Philipp Postulka

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