Nimm Kontakt auf
Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Landesverband Bremen e.V. findest du hier .
Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Landesverband Bremen e.V. findest du hier .
Die badnutzenden Verbände in Bremen warnen eindringlich vor gravierenden Folgen für den Schwimm- und Wassersport, sollte das Hansewasserbad wie geplant Mitte 2026 geschlossen werden. Der Landessportbund Bremen, der Landesschwimmverband, der DLRG Landesverband Bremen, der Landestauchsportverband Bremen und Landes-Kanu-Verband Bremen fordern deshalb, dass eine Schließung erst erfolgen darf, wenn für die betroffenen Vereine und Nutzer:innen adäquate Ersatz-Wasserflächen zur Verfügung stehen.
Nach aktuellem Stand des Bremer Bäderkonzepts soll das Hansewasserbad Ende Juni 2026 schließen. Gleichzeitig ist weiterhin unklar, ob das Unibad bis zur geplanten Eröffnung des neuen Westbades weiterbetrieben werden kann. Damit droht den Bremer Schwimm- und Wassersportvereinen ein erheblicher Verlust an Trainings- und Ausbildungszeiten.
Der Landessportbund sieht zudem wichtige gesellschaftliche Angebote gefährdet. Im Hansewasserbad finden unter anderem Schwimmkurse für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund statt. Die Kurse werden bewusst in einem geschützten Raum abgehalten und ausschließlich von weiblichen Trainerinnen betreut, um mögliche Hemmungen der Teilnehmerinnen abzubauen. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen, wie sie aktuell nur im Hansewasserbad gegeben sind, können diese Schwimmkurse für Frauen in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden.
Erhebliche Einschnitte bei den Nutzungszeiten
Bereits im August 2025 hatten sich die Verbände mit den Bremer Bädern auf eine künftige Verteilung der Nutzungszeiten im Horner Bad und im neuen Westbad verständigt. Dabei reduzierten die Fachverbände – insbesondere der Landesschwimmverband – ihre bisherigen Nutzungszeiten bereits um rund 30 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt war eine Schließung des Hansewasserbades allerdings noch nicht vorgesehen.
Mit der aktuellen Planung der Bremer Bäder vom 11. März 2026 drohen jedoch weitere erhebliche Einschnitte: Im Horner Bad und im Westbad sollen zusätzliche 180 Bahn-Stunden sowie im Horner Bad sämtliche Lehrbeckenzeiten für Vereine entfallen. Damit würden den Vereinen künftig nur noch rund 12 Prozent der Wasserflächen in den Bremer Hallenbädern zur Verfügung stehen – deutlich weniger als die im Bäderkonzept vorgesehenen 20 Prozent.
Schwimmausbildung von Kindern müsste drastisch reduziert werden
Die Folgen wären massiv: Derzeit übernehmen Vereine und DLRG rund 80 Prozent der Schwimmausbildung von Kindern in Bremen. Nach der aktuellen Planung müssten diese Angebote um etwa 55 Prozent reduziert werden. Konkret würden wöchentlich rund 315 Kinder weniger die Möglichkeit erhalten, schwimmen zu lernen.
Auch die Rettungsschwimmausbildung der DLRG sowie der leistungsorientierte Schwimmsport wären langfristig gefährdet. Gleichzeitig würde die Nachwuchsarbeit vieler Wassersportarten erheblich leiden, da sichere Schwimmfähigkeiten Voraussetzung für Sportarten wie Kanu- oder Tauchsport sind.
Die badnutzenden Verbände fordern daher, dass die im August 2025 vereinbarten Nutzungszeiten beibehalten werden und Änderungen nicht ohne Einbindung der Verbände erfolgen. Vor allem aber gilt aus Sicht der Verbände ein klarer Grundsatz: Das Hansewasserbad darf nicht geschlossen werden, solange für Vereine, Ausbildung und Integrationsangebote keine ausreichenden Ersatz-Wasserflächen bereitstehen.
DLRG Landesverband Bremen e.V.
Landessportbund Bremen e.V.
Landesschwimmverband Bremen e.V.
Landestauchsportverband Bremen e.V.
Landes-Kanu-Verband Bremen e.V.
Diese Webseite nutzt Tracking-Technologie, um die Zahl der Besucher zu ermitteln und um unser Angebot stetig verbessern zu können.
Die Auswahl (auch die Ablehnung) wird dauerhaft gespeichert. Über die Datenschutzseite lässt sich die Auswahl zurücksetzen.