Einsatztagebuch

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Einsatz Veranstaltungssicherung (Sa 15.06.2013)
Regattasicherung Drachenboot-Cup

Einsatz von:Bez. Bremen-Stadt e.V.
Einsatzart:Veranstaltungssicherung
Einsatztyp:Veranstaltungsabsicherung
Einsatztag:15.06.2013 - 16.06.2013
Alarmierung:Alarmierung durch DLRG WL/EL
am 15.06.2013 um 09:00 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 09:00 Uhr
Einsatzende:16.06.2013 um 16:00 Uhr
Einsatzort:Bremen/Bremen, Werdersee
Einsatzauftrag:

WRD

Einsatzgrund:

Regattaabsicherung

Kurzbericht:

Turbulent! Das ist wohl die Bezeichnung, die den Drachenboot-Cup 2013, der am Wochenende des 15. und 16. Juni am Werdersee durchgeführt wurde, zutreffend beschreibt. Bemerkenswert war diese Veranstaltung bereits zu Beginn, handelte es sich doch um die zehnte und somit eine „Jubiläums-Ausgabe“ dieses Wettkampfes. Und da solch ein Jubiläum auch eines würdigen Rahmens bedarf, meldeten sich 68 Teams mit insgesamt rund 1500 Teilnehmern dafür an. - Nach Veranstalterangabe ein Teilnehmerrekord!

Als am Samstag gegen zehn Uhr die ersten, teilweise kunstvoll kostümierten und durchweg gut gelaunten und engagierten Teams an den Start gingen, ging es auch für die mit drei Rettungsbooten vor Ort vertretene DLRG los: Bereits gegen 10:45 Uhr fiel den Rettern eine männliche Person auf, die im Werdersee schwamm und einen desorientierten Eindruck machte. Bei dem Versuch, die Person anzusprechen, verließ diese das Wasser, kam an der Slipanlage zu Fall und blieb dort liegen. Sofort wurde der junge Mann von Rettungsschwimmern versorgt; der durch die  Malteser gestellte Sanitätsdienst der Veranstaltung wurde informiert und unterstützte die Bemühungen der DLRG-Retter umgehend. Aufgrund der festgestellten starken Unterkühlung und weiterer Beeinträchtigungen wurde der Mann letztlich in ein Krankenhaus eingeliefert.

Am Samstagnachmittag wurde Bremen von einer Unwetterfront überrascht, die sich auch nachdrücklich auf den Drachenboot-Cup auswirkte. Nachdem es plötzlich fast dunkel wurde und der Wind in Böen Sturmstärke erreichte, ergoss sich annähernd eine halbe Stunde lang Starkregen über den Werdersee. Dieser führte dazu, dass u.a. die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die auf den Startpontons für korrekte Ausrichtung der Boote und deren Starts sorgen, schnellstmöglich evakuiert werden mussten. Denn die Pontons drohten aufgrund der Witterung zu sinken.

Die „Feuerwehr-Kinder“ wurden zur DLRG-Station gebracht und dort mit Decken und warmen Getränken versorgt. Weiterhin wurde mithilfe der nahe gelegenen DLRG-Lehrstation organisiert, dass die Jugendfeuerwehr-Kameraden trockene, wenngleich auch organisationsübergreifende Bekleidung erhielten. Im Anschluss an die rund einstündige Unterbrechung des Wettebewerbs wurde der Startponton auch durch DLRG-Kräfte überprüft und gesichert.

Da durch die unvorhergesehene Unterbrechung der Zeitplan durcheinandergekommen war, sah sich der Veranstalter gezwungen, die programmgemäß vorgesehenen Langstreckenrennen zusammenzufassen. Somit startete alle zehn Sekunden (!) ein Drachenboot, so dass sich zeitgleich ein Dutzend Boote auf dem Wasser befand. Eine echte Herausforderung, das Feld umfassend im Auge zu behalten. Zu brenzligen Situationen kam es hier insbesondere beim Passieren der Wendetonne; die Manöver blieben jedoch ohne ernste Folgen.

 Am späten Nachmittag erschien der Senator für Inneres und Sport, Ulrich Mäurer, zum Besuch der Veranstaltung. Da er eines der Rennen anschießen sollte, wurde er durch das DLRG-Boot „Auxilia“ zum Startponton transportiert. Im Anschluss ergriff er die Gelegenheit und dankte den am Werdersee eingesetzten Rettern für ihren ehrenamtlichenEinsatz bei dieser Sportveranstaltung.

 Gegen 21:30 Uhr schließlich, die Regatta-Wettbewerbe waren längst zu Ende, meldete ein Passant den Rettern eine bedingt ansprechbare Person auf dem Zeltplatz der Teilnehmer. Vor Ort erfuhren die DLRG-Retter, dass es sich bei dem Betroffenen um einen Diabetiker handelt. Das Bewusstsein war aufgrund einer Unterzuckerung stark eingetrübt. Umgehend wurde ein Notruf abgesetzt und mit der Erstversorgung begonnen. Nach der Verabreichung von Medikamenten durch den eingetroffenen Notarzt stabilisierte sich der Zustand. Wenige Minuten später war der Patient wieder wohlauf und konnte sich bei allen anwesenden Rettungskräften für die Hilfe bedanken. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht mehr notwendig.

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